Schwy(i)ter   1331

Wappen: In Rot auf grünem Dreiberg eine Hausmarke belegt mit der S-Majuskel, begleitet von zwei Sternen. Stammt aus einem Wappenfenster der Pfarrkirche Galgenen. Von den insgesamt 18 verschiedenen Wappen deuten einige Schildfiguren auf Handwerker, Zimmerleute, Müller, Bäcker, Schuster und Ziegler.

Name: Nach einigen Autoren soll der Name Schwyter aus Schwyzer entstanden sein.

Alte Landleute der March und Angehörige der Genossamen von Galgenen, Lachen und Wägital

1331 Im Zinsbuch des Abtes von Einsiedeln, Hans von Hasenburg, findet sich unter dem Titel «Ze wingarten» folgender Eintrag: «Mattis bacho git 3 müt kernen (ca. 162 kg Korn) von dem Gartenbüel, von dem guot in Gere vnd eim guot in switers mos…»

1359 waren im Lehensverkauf des Grafen Gottfried von Habsburg an Herzog Rudolf von Oesterreich eingeschlossen aus dem Wägital drei Schweigkühe auf dem Gut an der Wiesen, das Heinrich Pfister und Peter Schwyter bebauen. (8. September).

1444 fielen Hans und Heini Schwiter bei St. Jakob an der Birs.

1470 ca. Im Jahrzeitenbuch von Tuggen unter dem 7. Oktober sind auch die Schwyter eingetragen: «Item Judenta und Heiny schwitter hant gesetzt eim kylcheren (Kirchherren) ein Schilling, der kylchen 4 Haller von Huss und Hoff und Husswissen Im Hoff schüblibach.» «Item Heini schwitter von Wägi (Wägital) hat gesetzt eim kylcheren ein Schilling vom gutt dz (das) man nempt zegenegg, stost oben nyder an des schwitters Husswiss.»

Am 8. Oktober ist zu lesen: «Uly schwitter hatt gesetzt durch sin und siner Vordren (Vorfahren) seien Heyl und siner Hussfrowen und kinder 15 Schilling gelts …»

1492 Im Verkaufsbrief der Alpen Trebsen und Feldriedern (Feldrederten) an Ulrich Gugelberg von Lachen, Uli Züger zu flienggen und Hansen Rümlin von Wägi stost auch «zum dritten an Heini Schwiters Gusslistob …» (Genossenlade Wangen).

1532 Im Urbar von Wangen ist auch ein Schwytter erwähnt mit dem Jahr 1532.

1544 Ebenfalls im Urbar von Wangen Nr. 56 wird ein Jacob Schwitter als zinspflichtig aufgeführt unter dem Jahr 1544.

1556 waren nach dem Bericht des Gotteshaus‐Ammanns Fridolin Züger «des gotzhus Einsiedlen lybeigen und . . . fellig» (d. h. dass wenn ein Gotteshausmann in der March unterhalb der Aa stirbt, dessen Erben den «Fall», das beste Stück Vieh, das beste Kleid oder anderes abzuliefern haben) auch in Siebnen Bartholomä Schwyter, im Wägital Heini Schwyter.

1587 Im Urbar von Nuolen figuriert als einziger Vertreter von Lachen «Joseph Schwyter, der schmid zinset Jährlich.. . zwey pfundt geltz ab Haus, Hof, stal undt Hanfland. Darumb ist ein Brieff, den Jost Streif gesetzt hat sub dato den 9. Hornung A o. 1587.»

1614 Im Jahrzeitbuch Wangen wurde 1614 niedergeschrieben, dass u. a. auch Ueli «Schwytter hatt gen 8 Pfund (ca. 140 Fr. — doch noch im Jahre 1495 kaufte man ein Pferd für ca. 26 Franken!) zu einer neuen Kirche in Wangen.

1648 vermachte am 25. Mai Ulrich Schwyter «an dass berüemte Gotshaus und pfarkirchen zuo Lachen» 100 Pfund Geld, um sich «in der (jenseitigen) Welt ein schätz unnd gnadenzinss eyntzesamblen».

1650 am 23. Jänner im Jahrzeitenbuch Wangen: «Item Johannis Schwyter sambt siner Ehefrow Maria Barbara Bammertin haben an die Carmeliter‐Bruderschaft gestiftet 45 Schilling».

1664 legte an Allerheiligen Nikolaus Schwiter als Laienbruder die Hl. Profess im Kloster Einsiedeln ab.

1664 Geburtsjahr des Franz Ludwig Schwyter, der in französische Dienste zog, 1702 Fähnrich der Schweizergarde wurde, und 1725 mit dem Ludwigsorden ausgezeichnet als Kapitänleutnant 1727 in Aurillac starb. Auch seine Söhne taten sich in französischen Diensten hervor; so verliess Heinrich Franz Schwyter den Dienst als Oberst und Ritter des Ludwigsordens. Mehrere Verwandte blieben dem Kriegshandwerk treu.

1691 rief Gott Frau Anna Maria Schwiter von Lachen am 16. September in die ewige Heimat. Sie war Subpriorin und Organistin des Konvents im Kloster Wurmsbach.

1703 wird Kaspar Fridolin Schwiter in seinem Heimatdorf Lachen Pfarrherr. 1708 baute er die jetzige Pfarrkirche und starb 1718.

1712 bis 1762 waren insgesamt 17 Bruderschaftsschilder in der Riedkapelle von Lachen mit dem Namen Schwyter vorhanden.

1719 weihte sich Pater Gallus Schwyter im Kloster Fischingen für immer dem Herrn.

1727 legte am 16 Horner (Februar) P. Eustachius Schwiter im Kloster Einsiedeln ewige Profess ab. Am 28. August 1763 holte ihn der Herr in seine Wohnungen.

1739 verpflichtete sich Hedwig Schwiter im Cistercienserinnenkloster Gnadenthal durch die ewigen Gelübde dem Dienste Gottes.

1806 bis 1807 leitet «Frantz Anton Schwitter» die March als Landammann.

Quellenangabe:
Pater Johannes Heim, MSF, Kollegium Nuolen: Kleine Geschichte der March, Band 2. Obersee‐Verlag Siebnen, 1975, Seiten 221 ‐ 223.